3 Fragen und Antworten: Trump und seine Folgen [Teil 6]

Aktuell, Geldanlagen

Die Präsidentenfrage der USA ist beantwortet. Künftig heißt der mächtigste Mann der Welt Donald J. Trump, bereits heute einer der umstrittensten Präsidenten der US-Geschichte. Doch welche Folgen hat Trump für die hiesigen Finanzen? Erste Spekulationen hinterlassen zahlreiche unbeantwortete Fragen. Mit der Serie „3 Fragen und Antworten“ wollen wir dies ändern. Stellen Sie uns Ihre Fragen rund um die Themen Geldanlage, Immobilien und Altersvorsorge – und wir stehen Ihnen unabhängig Rede und Antwort.

3 Fragen und Antworten: Immobilien
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„Was bedeutet der Wahlausgang für meine Aktien und Fonds?“

Herr Klein (Wienhausen)

Die Börsen haben, im direkten Umfeld des Wahlergebnisses, heftig reagiert. Bis heute haben die meisten globalen Leitindizes jedoch alle anfänglichen Verluste bereits amortisiert oder gar kleinere Gewinne herausgearbeitet.

Befürchtungen, die Börsen werden auf den nun wahr gewordenen Wahlausgang mit nachhaltigen Verlusten reagieren, haben sich somit nicht bewahrheitet.

Dies sollte jedoch keinen Anleger zu Unvorsichtigkeit veranlassen. Aktuell hat die Börse lediglich wenig Substanz für ernstzunehmende Reaktionen. Erst in den kommenden Wochen und Monaten werden detailliertere Rahmendaten der künftigen US-Politik erwartet. Mit Veröffentlichung dieser Zahlen, Daten und Fakten werden dann auch die Weichen für längerfristige Entwicklungen der Börse gestellt. Anleger sollten die gemachten Aussagen und Pläne daher aufmerksam verfolgen und entsprechende Reaktionen mit Bedacht hierauf abstimmen.

„Ist jetzt mit einer schnelleren Zinswende zu rechnen?“

Herr Lee (Heidelberg)

Die Zinspolitik der US-Notenbank gründet auf langfristigeren Planungen, die bereits lange vor der Präsidentschaftswahl begonnen. Die obersten Notenbanker, aktuell Janet Yellen, werfen grundsätzlich einen peripheren Blick auf aktuelle Entwicklungen, dass die eingeschlagene Wegrichtung korregiert wird ist jedoch tendenziell auszuschließen.

Somit stehen die Zeichen weiterhin auf Zinsanstieg, insbesondere für den Markt in Übersee. Eine Beschleunigung ist hingegen nicht zu erwarten.

„Sollte ich jetzt in Gold investieren?“

Herr Franke (Bünde)

Gold wird von vielen Anlegern als sicherer Hafen verstanden, der es aber im Grunde nicht ist. Ein Blick auf den Goldkurs, der die vergangenen Jahre erheblichen Schwankungen ausgesetzt war, veranschaulicht dies eindrucksvoll.

Schuld daran ist die Tatsache, dass Gold, ebenso wie Aktien, von Angebot und Nachfrage beeinflusst wird. Diese Gemengelage kann für aber ebenso gegen den Anleger spielen. Erschweren hängt der Goldpreis zusätzlich am Dollarkurs. Neben Angebot und Nachfrage muss daher zusätzlich die Entwicklung, beispielsweise von Euro und Dollar, im Auge behalten werden.

In Summe gehört eine Geldanlage in Gold ausnahmslos in die Hände von versierten Anlegern. Daran ändert auch die anstehende Amtszeit Trumps nur wenig. Es fehlen momentan noch konkrete und bedrohliche Risiken, die eine derart riskante Anlage als Alternative erscheinen ließen. Um das eigene schlechte Bauchgefühl zu mildern, sollte daher auf den bewährtesten Risikoschutz zurückgegriffen werden, nämlich die Begrenzung von Anlagelaufzeiten.


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