Aktienfonds landen reihenweise im Kiesbett

Aktuell, Fonds, Geldanlagen

Anleger suchen händeringend nach Alternativen, um dem niedrigen Zinsniveau zu entkommen. Mit dieser Aufgabenstellung konfrontiert, empfehlen Berater nur zu gern Aktienfonds. Diese weisen, den vergangenen Jahre sei Dank, traumhafte Renditen aus. Während Banken, Versicherungen und Finanzvertrieben enorme Provisionen winken, bleibt der Anleger laut einer niederschmetternden Studie oft auf der Strecke.

Massive Kosten drücken auf die Rendite.

Zu den beliebtesten Aktienfonds der Deutschen gehören der DWS Vermögensbildungsfonds I und der DekaFonds CF – zusammengefasst verwalten sie über 10 Mrd. Euro. Sie investieren das Geld der Anleger welt- bzw. deutschlandweit und verursachen massive Kosten.

 

DWS Vermögensbildungsfonds I

DekaFonds CF

Anlageschwerpunkt:

weltweit

deutschlandweit

Ausgabeaufschlag (einmalig):

5,00 %

5,26 %

Verwaltungsgebühr (jährlich):

1,45 %

1,25 %

Fondsvermögen:

6,4 Mrd. EUR

3,9 Mrd. EUR

Um in diese Aktienfonds investieren zu dürfen, müssen Anleger eine Art Eintritt zahlen – dieser nennt sich im Fachjargon Ausgabeaufschlag. Damit jedoch nicht genug, beide Fonds verlangen jährlich wiederkehrende Verwaltungsgebühren. Durch Ausgabeaufschlag und Verwaltungskosten drohen sogar Verluste, wenn der Fonds die entstandenen Kosten nicht erwirtschaften sollte.

Es sind genau diese Kosten, die laut einer Studie von Scope Analysis zum schlechten Abschneiden von Aktienfonds führen.

Studie belegt: Kaum ein Fonds ist sein Geld wert!

Scope Analysis hat bereits 2013 über 2.800 Aktienfonds unter die Lupe genommen. Beleuchtet wurden die Entwicklungen über einen Zeitraum von einem Jahr bzw. zehn Jahren.

Um Aktienfonds zu beurteilen, werden sie verglichen. Ein deutschlandweit anlegender Aktienfonds wird mit dem DAX, ein weltweit anlegender Aktienfonds mit dem MSCI World verglichen. Die Indizes, mit denen die Aktienfonds verglichen werden, bezeichnet man als sogenannte Benchmark (Deutsch: Maßstab).

Das Ergebnis war ernüchternd. Im Durchschnitt kamen die Aktienfonds über keine der beiden Laufzeiten an ihre Benchmark heran. Über zwölf Monate hinkten diese durchschnittlich um 2,5 %, über zehn Jahre sogar um 25 % hinterher.

Ohne Fondsmanagement zu geringeren Kosten, mehr Transparenz und höheren Renditen.

Wer beispielsweise welt- oder deutschlandweit investieren möchte, muss nicht zwingend auf Investmentfonds zurückgreifen. Sogenannte Indexfonds (ETF – Exchange Traded Funds) verzichten bewusst auf das kostspielige Fondsmanagement. Auf diese Weise kann der Ausgabeaufschlag vollständig und Verwaltungskosten zu zwei Dritteln gespart werden.

Anleger investieren dann beispielsweise wie der MSCI World bzw. DAX. Das verschafft ihnen deutliche Vorteile:

  • Kein Ausgabeaufschlag
  • Um zwei Drittel geringere Verwaltungskosten
  • Maximale Transparenz
  • Mehr Flexibilität
  • Im Durchschnitt höhere Renditen

Durch die weggefallenen Ausgabeaufschläge startet der Anleger nicht direkt im Minus. Wer 5 % Ausgabeaufschlag zahlt, hat bei einer Anlagesumme von 10.000,- EUR exakt 500,- EUR Kosten verursacht. Damit sind aus 10.000,- EUR nun 9.500,- EUR geworden. Die fehlenden 500,- EUR können nun weder Rendite noch Zinseszinsen erwirtschaften.

Wer sich für einen Indexfonds entscheidet, zahlt diesen Ausgabeaufschlag nicht! Im Depot kommen die vollständigen 10.000,- EUR an und erwirtschaften ungemindert Rendite. Dies sorgt nicht nur für eine gesteigerte Flexibilität, sondern gegenüber einem Aktienfonds durchschnittlich auch für höhere Renditen.

Aktienfonds landen reihenweise im Kiesbett – lassen Sie sie dort!

Die Börsen fahren derzeit Achterbahn, zahlreiche Brandherde bringen das Geld der Anleger in Gefahr. Wer dennoch Willens ist, seine Ersparnisse in einem bestimmten Land, einer Region oder gar weltweit zu investieren, sollte Indexfonds (ETF) in die engere Wahl ziehen.

Im Notfall, wenn die Anlageentscheidung nochmals überdacht wurde, erlauben sie den vorzeitigen Ausstieg ohne Abzug des Ausgabeaufschlags. Diese Flexibilität ist inbesondere in unsicheren Börsenphasen Gold wert. Neben diesem Faktor bieten Indexfonds (ETF) das entscheidende „Mehr“ an Transparenz. Während wir über die Entwicklung des DAX flächendeckend und fortlaufend informiert werden – dafür sorgen Tagesschau und Smartphones – müssen wir beispielsweise dem DekaFonds CF aktiv hinterherrecherchieren.

Besonders sympathisch bleibt die Tatsache, dass Indexfonds (ETF) neben den erwähnten Vorteilen im Regelfall höhere Renditen abwerfen.

Ein- und Umsteiger sind gut beraten, bei der Auswahl einer Depot-Bank auf die Konditionen für den Handel von Indexfonds (ETF) zu achten. Zahlreiche Depot-Banken verzichten inzwischen sogar auf Transaktionsgebühren beim Erwerb von Indexfonds (ETF).

Schreiben Sie einen Kommentar