Altersvorsorge: Kein Geld für Vorsorge

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Die private Altersvorsorge wird immer wichtiger. Das stetig sinkende Rentenniveau lässt insbesondere die Versorgung von jungen Leuten immer weiter schmilzen. Diese klagen jedoch, im Umfeld stagnierender Einkommen und steigender Mieten kein Geld für’s Alter zur Seite legen zu können. Doch bereits kleinste Beträge können helfen.

Altersvorsorge: Kein Geld für Vorsorge
Ein großer Teil der Deutschen verzichtet auf private Altersvorsorge. Fehlendes Geld und schlechte Produkte sind die Hauptgründe hierfür.

Jeder Dritte spart nicht

Die Zeiten ändern sich. Insbesondere die Altersvorsorge ist ein Spiegelbild dieser beliebten Floskel. Während die Eltern- und Großelterngeneration sich wenig bis gar nicht mit der privaten Altersvorsorge auseinandersetzen musste, sind die jüngeren Generationen mehr denn je gefordert. Sie erwartet durchschnittlich zum Zeitpunkt des Renteneintritts spürbar weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Einkommens während des Erwerbslebens.

Bei 2.500,- EUR durchschnittlichem Bruttoeinkommen bedeutet dies rund 1.045,- EUR, ebenfalls brutto. Nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung sowie Steuern schrumpft dieser Betrag auf 910,- EUR netto. Damit läge ein junger Erwerbstätiger, nach lückenlosem Lebenslauf, etwa 50,- EUR oberhalb des Grundsicherungsniveaus inklusive Wohngeld. Diese Sozialleistung dient zur Absicherung des Existenzminimums ab Renteneintritt.

Ein gutes Argument, bereits heute für diesen Lebensabschnitt zu sparen. Doch vielen Betroffenen fehlen hierzu die nötigen Mittel. Insbesondere in Großstädten wird das steigende Mietniveau mehr und mehr zum Problem. Wer sich noch nicht aus den Innenstädten verdrängen lässt, muss heute Abstriche machen. Ein Drittel der Deutschen verzichtet daher bereits heute auf die private Altersvorsorge. Hinzu kommt, dass zu Zeiten niedrigster Zinsen die passenden Möglichkeiten schlicht zu fehlen scheinen. Bevor sich für den falschen Abschluss entschieden wird, verzichten einige Verbraucher daher vollständig auf die private Altersvorsorge.

Der Beitrag zählt

Die eigene Altersvorsorge sollte jedoch nicht unter augenscheinlicher Alternativlosigkeit leiden. Viel wichtiger als staatliche Zulagen oder steuerliche Vorteile ist die Tatsache, dass Monat für Monat gespart wird. Wer ab seinem 30. Lebensjahr exakt 30,- EUR monatlich zur Seite legt, erarbeitet sich damit selbst unverzinst und ohne jedwede Zuschüsse eine zusätzliche Netto-Rente von 46,- EUR. Bezogen auf vorgenanntes Beispiel, entspräche diese Höhe einem Plus von rund 5 %.

Es ist daher wesentlich wichtiger, regelmäßig Gelder zur Seite zu legen, als langwierig nach dem optimalen Altersvorsorgeprodukt zu suchen. Bevor ein nachteiliges Versicherungsprodukte übereilt abgeschlossen wird, sollten daher Tagesgeld oder einfache Sparverträge für die Altersvorsorge herhalten. Damit kaufen Verbraucher sich nicht nur Zeit ein, in der ein geeignetes Altersvorsorgeprodukte in Ruhe ausfindig gemacht werden kann, sie sichern sich zudem ein Maximum an Flexibilität.

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