Bargeld: Vorsicht, teure Geldautomaten

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Viele Deutsche setzen nach wie vor auf Bargeld. Doch die Versorgung wird zusehends schwerer. Mehr und mehr Banken schließen die einst zahlreichen Filialen und stellen so ihre Kunden vor eine große Herausforderung. In Großstädten steuert nun ein neuer Trend gegen den Geldautomatenschwund. Scheinbar herrenlose Automaten entstehen an vielen Hausecken und Kiosken. Doch Vorsicht ist geboten.

Bargeld: Vorsicht, teure Geldautomaten

Das Bargeld schafft sich ab

Während in Schweden das Bargeld nur noch ein Schattendasein führt, setzt man in Deutschland noch in großem Stil auf Scheine und Münzen. Dementsprechend unpopulär sind Forderungen von Politik und Finanzwirtschaft, dem Bargeld Stück für Stück ein Ende zu setzen. Experten hingegen sind sich einig, das befürchtete Ende ist unlängst eingeläutet.

Einen großen Teil hierzu tragen massive Filialschließungen bei, die Bankkunden in Städten und insbesondere ländlichen Regionen vor ganz neue Herausforderungen stellen. Nicht selten sind längere Bus- oder Bahnfahrten nötig, um zum nächstgelegenen Geldautomaten zu gelangen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die bargeldlose Alternative sprunghaft an Attraktivität. Während Gemeinden und Dörfe zum Umdenken gezwungen sind, ist in Städten ein gegenläufiger Trend auszumachen. Zwar schließen weiterhin zahlreiche Filialen, gleichzeitig werden jedoch immer mehr scheinbar herrenlose Geldautomaten im Stadtbild aufgestellt. Die neugewonnene Alternative an der nächsten Hausecke sollte jedoch nur mit großer Vorsicht angesteuert werden. Freie Automatenbetreiber wittern unlängst das große Geschäft mit alleingelassenen Bankkunden.

Gehört ein aufgestellter Geldautomat nicht dem Netz der eigenen Hausbank an, entstehen mit jeder Abhebung teils erhebliche Kosten. In Einzelfällen können die Gebühren bis zu 10,- EUR betragen, im Schnitt liegen sie immer noch bei rund 5,- EUR. Auf diesen Umstand machen Geldautomaten im Rahmen einer Abhebung zwar aufmerksam, doch nicht immer ist dieser Hinweis auch problemlos erkennbar. Die Überraschung folgt dann auf dem nächsten Kontoauszug.

Um sich vor bösen Überraschungen zu schützen, sollten Verbraucher daher aktiv nach Gebührenhinweisen suchen. Teilweise rangieren die Fahrtkosten, um einen Automaten der eigenen Hausbank zu erreichen, erheblich unter den Gebühren eines fremden Geldautomatens. Schlussendlich mahnt jedoch auch die vielfach schlechte Überwachung einzeln aufgestellter Geldautomaten zur Zurückhaltung. Die Kontrollen, ob betrügerische Veränderungen am diesen Automaten vorgenommen wurden, sind vielerorts nur sporadisch und oberflächlich.

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