Baufinanzierung: Richtig vergleichen und sparen

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Die eigenen vier Wände gehören für viele zu den kostspieligsten Anschaffungen. Bereits kleinere Fehler können mehreren zehntausend Euro Mehrkosten bedeuten. Besonders empfehlenswert ist es, Angebote mehrerer Banken und Kreditgeber zu vergleichen. Doch hier lauern für künftige Immobilienbesitzer weitere Stolperfallen. Auf dem Weg zur besten und günstigsten Baufinanzierung sind daher einige wichtige Spielregeln einzuhalten.

Baufinanzierung: Richtig vergleichen und sparen
Der Vergleich von Baufinanzierungen muss nicht zeitaufwendig sein. Kreditvergleicher erleichtern Interessenten die Arbeit erheblich.

Kreditvergleicher statt Klinken putzen

Die Vergabe von Baufinanzierungen ist ein lukratives Geschäft. In Deutschland buhlen über 500 potenzielle Kreditgeber um die Gunst von Häuslebauern und -käufern. Letztere fragen im Schnitt jedoch weniger als ein Prozent der in Frage kommenden Anbieter an. Nicht selten bleiben so die attraktivsten Angebote schlicht unbekannt und ungenutzt. Der Trugschluss, der Vergleich mehrerer Baufinanzierungen wäre mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden, spielt hierbei eine tragende Rolle. So werden neben der Hausbank zumeist nur zwei bis drei weitere regionale Anbieter um Finanzierungsangebote angefragt.

Abhilfe schaffen sogenannte Kreditvergleicher. Zu den bekanntesten Zählen die Interhyp, Dr. Klein, Accedo und Enderlein. Der Platzhirsch, die Interhyp, fragt für seine Kunden im Rahmen der Beratung mehr als 400 Kreditgeber an. In die Angebote fließen, ähnlich der Hausbank, neben spezifischen Immobiliendaten auch die Bonität der Interessenten sowie besondere Anforderungen an die Baufinanzierung ein. Am Ende steht ein individuelles Angebot, welches in Konkurrenz zu dem der Hausbank gestellt werden und so erhebliches Einsparpotenzial bergen kann.

Für ein wirklich maßgeschneidertes Angebot ist es hierbei empfehlenswert, die Beratungsstellen der Kreditvergleicher persönlich aufzusuchen. Baufinanzierungsangebote die telefonisch oder gar per E-Mail angefragt werden bieten erheblichen Spielraum für Reibungsverluste.

Vorsicht bei Bausparmodellen und Wohnriester

Doch trotz eines weiträumigen Vergleichs, können einzelne Angebote untereinander teils nur schwer miteinander verglichen werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Bausparmodelle oder Wohnriester auf den Tisch gelegt werden. Verbraucher, die nun nach dem niedrigsten Zinssatz fahnden, können auf eine kostspielige Überraschung zusteuern.

In diesen Fällen gilt es die Gesamtkosten dieser Angebote zu ermitteln und Gegenüberzustellen. Nicht vernachlässigt werden darf, dass mit vergleichbaren Raten während der gesamten Finanzierungsdauer zu arbeiten ist, andernfalls droht das Ergebnis an Genauigkeit einzubüßen. Im Falle eines Angebots mit Wohnriester muss zusätzlich die nachgelagerte Besteuerung in die Kalkulation aufgenommen werden. Sie stellt, zumeist zum Zeitpunkt des Rentenbeginns, eine nicht unerhebliche Kostenposition dar, die nicht selten im hohen vier- bis fünfstelligen Bereich rangiert. Somit eine wesentliche Facette, die in den Gesamtkosten keinesfalls vergessen werden darf.

Befinden sich Bausparmodelle oder Wohnriester unter den Angebote, hört die Vergleichbarkeit für Endverbraucher daher schnell auf. In diesen Fällen sollte unabhängiger Rat zur Entscheidungsfindung hinzugezogen werden. Eine solche Unterstützung bieten beispielsweise Verbraucherzentralen und spezialisiserte Honorarberater.

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