Beitragsbemessungsgrenzen: Anstieg ab 2016

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Wer schon heute zu den Besserverdienern zählt, muss sich ab 2016 auf steigende Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse und Rentenversicherung einstellen. Betroffen sind diejenigen, die bereits heute ein Bruttoeinkommen oberhalb von 49.500,- EUR erwirtschaften. Schuld ist erneut die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen. Erfahren Sie in diesem Artikel, mit welchem Mehrbeitrag ab dem kommenden Jahr zu rechnen ist.

Zustimmung des Bundeskabinetts gilt als wahrscheinlich.

Ein Referentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales verschafft einen ersten Ausblick auf die sogenannten Sozialversicherungs-Rechengrößen 2016. Gemeint sind die Beitragsbemessungsgrenzen, die ab 2016 Gültigkeit erlangen sollen.

Auf diesem Weg sollen sowohl steigenden Gesundheitskosten als auch den Herausforderungen der gesetzlichen Rentenversicherung entgegengetreten werden.

Um die Anpassung der Beitragsbemessungsgrenzen wirksam werden zu lassen, bedarf es noch der Zustimmung des Bundeskabinetts. Diese Zustimmung gilt jedoch als wahrscheinlich und würde den Anstieg der Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse und Rentenversicherung ab 2016 endgültig bestätigen.

Um diese Werte steigen die Beitragsbemessungsgrenzen.

Die gesetzlichen Krankenkassen sehen sich mit stetig steigenden Krankheitskosten konfrontiert. Schuld daran ist unter anderem die sogenannte demografische Entwicklung. Die nachfolgende Grafiken veranschaulicht die bevorstehende Entwicklung – drücken Sie den Play-Button am unteren rechten Rand der Grafik, um die Entwicklung ablaufen zu lassen:

Die Grafik zeigt eindrucksvoll, wie das gesellschaftliche Durchschnittsalter mit jedem Jahr steigt. Diese Tatsache sorgt sowohl innerhalb der gesetzlichen Krankenkasse als auch bei der Rentenversicherung für steigende Ausgaben. Diese Ausgaben werden in Form von Beitragssätzen und Anpassungen der Beitragsbemessungsgrenze auf sämtliche Arbeitnehmer verteilt.

Ab 2016 gelten folgende Beitragsbemessungsgrenzen:

Beitragsbemessungsgrenze - gesetzliche Krankenkasse (Prognose: 2016)
Quelle: Referentenentwurf v. 07.09.2015 (Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
Monat
Jahr
2005
3.525,00 EUR
42.300,- EUR
2015
4.125,00 EUR
49.500,- EUR
2016
4237,50 EUR
50.850,- EUR

In Anbetracht der aktuellen Beitragssätze zur gesetzlichen Krankenkasse ergibt sich eine monatliche Mehrbelastung in Höhe von mindestens 8,21 EUR. Zusätzlich müssen Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse die individuellen Zusatzbeiträge berücksichtigen.

Die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung teilt sich weiterhin in alte und neue Bundesländer auf. Anpassungen werden individuell für beide Bereiche kalkuliert.

Beitragsbemessungsgrenze - Rentenversicherung (Prognose: 2016)
Quelle: Referentenentwurf v. 07.09.2015 (Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
alte Bundesländer
neue Bundesländer
Monat
Jahr
Monat
Jahr
2005
5.200,00 EUR
62.400,- EUR
4.400,- EUR
52.800,- EUR
2015
6.050,00 EUR
72.600,- EUR
5.200,- EUR
62.400,- EUR
2016
6.200,00 EUR
74.400,- EUR
5.400,- EUR
64.800,- EUR

Damit steigt die Beitragsbemessungsgrenze in den alten Bundesländern um 150,- EUR pro Monat. Für die neuen Bundesländer schlägt eine Erhöhung um 200,- EUR pro Monat zu Buche. Übersetzt bedeutet dies eine monatliche Mehrbelastung in Höhe von 14,03 EUR im Westen und 18,70 EUR im Osten.

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