Deka: Sparkassen-Tochter steht in der Kritik

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Für Kunden der Sparkasse gehört die Deka zum gewohnten Anblick. Momentan begleitet uns die Fondstochter mit ihrem Slogan „Anlegen statt stilllegen“ sogar bis ins heimische Wohnzimmer. Doch insbesondere die Fonds müssen sich immer wieder Kritik gefallen lassen. Neben hohen Gebühren wird der schwerwiegende Vorwurf laut, der Großteil der angebotenen Fonds läge in Sachen Rendite zu weit abgeschlagen.

Deka: Sparkassen-Tochter steht in der Kritik

Fonds statt Sparbuch lautet die Devise

Viele Fondsgesellschaften verbuchen derzeit großen Zulauf. Zu ihnen gehört auch die Deka, die allein im vergangenen Jahr über 14 Mrd. Euro einsammelte. Der große Zuspruch ist vielfach jedoch bloße Alternativlosigkeit. Während zwischen Sparbuch und -brief ein nahezu homöopathisches Zinsniveau herrscht, besteht bei Deka und Co. zumindest die Hoffnung auf mehr.

Laut dem Handelsblatt ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es bei dieser Hoffnung bleibt. Im europaweiten Vergleich belegen die Deka und viele ihrer Fonds lediglich die hinteren Plätze. Dieser Umstand soll nicht zuletzt einer Besonderheit geschuldet sein. In vielen Fällen ist es üblich, dass Fondsgesellschaften zur Abwicklung ihrer Transaktionen, also Wertpapierkäufen und -verkäufen, auf den jeweils günstigsten Anbieter zurückgreifen. Nicht so die Deka, sie bedient sich eines eigenen und alles andere als günstigen Dienstleisters. Im Endergebnis kostet Verbraucher dies Teile ihrer Rendite.

Doch auch die Anlagestrategie vieler Fonds führt nicht zum gewünschten Ergebnis. Insbesondere in starken Börsenphasen können zahlreiche Fonds nicht Schritt halten.

Anleger sind jetzt gefragt

Grundsätzlich sollten Anleger unwirtschaftliche Fonds meiden, bleiben zudem die erwünschten Renditen aus, fällt die Entscheidung zunehmend leichter. Doch so einfach ist es im Fall der Deka nicht. Verbraucher, die bereits einen Fonds ihr Eigen nennen, sollten nicht vorschnell handeln. Dies gilt im Übrigen nicht nur für Fonds der Deka, sondern generell.

Die zu treffende Entscheidung lautet nämlich vielmehr, ob Sie sich eigenverantwortlich um Fonds kümmern können und kümmern wollen. Es ist leider ein weit verbreiteter Trugschluss, dass Berater oder Fondsmanager diesen Part für Sie übernehmen. Ihre Aufgaben sind es, zu hinterfragen, ob die vom Fonds verfolgte Anlagestrategie noch erfolgversprechend ist und der Fonds die gewünschten Ergebnisse auch Wirklichkeit werden lässt.

Sind sie beispielsweise schwerpunktmäßig in Deutschland investiert, müssen Sie bewerten, ob diese Strategie Zukunft hat und zur gewünschten Rendite führen kann. Im Zusammenhang mit einem Fonds müssen Sie eine zusätzliche Facette beurteilen – den Fonds selbst. Legen Sie nämlich mit Hilfe eines Fonds in Deutschland an und rangieren im Hinblick auf die Rendite regelmäßig hinter dem DAX, zeugt dies entweder von einer hohen Kostenstruktur des Fonds oder einem verbesserungswürdigen Fondsmanagement. In allen diesen Fällen sind Sie gefragt.

Können oder möchten Sie sich mit diesen Fragestellungen nicht auseinandersetzen, sind Wertpapiere grundsätzlich eine gefährliche Wahl. Es ist also viel weniger die Frage, ob wir es mit einer guten oder schlechten Fondsgesellschaft zu tun haben. Der entscheidende Faktor sind Sie selbst. Selbst der beste Fonds wird, trifft er auf den falschen Anleger, immer ein erhebliches Risiko darstellen. Als Anleger, der sich aktiv mit seinen Wertpapieren auseinandersetzt, wird es Ihnen hingegen leicht fallen, frühzeitig auf den falschen Fonds, den falschen ETF oder die falsche Aktie aufmerksam zu werden.

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