Denkanstoß: Ethik, Nachhaltigkeit und Geldanlage

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Geht es ums Geld, treten Ethik und Nachhaltigkeit schnell in den Hintergrund. Wer auf der Suche nach entsprechenden Geldanlagen ist, hat es demzufolge alles andere als leicht. Dazu kommt, dass die Aussicht auf Zinsen oder Renditen meist ebenso limitiert ist wie die Zahl der potenziellen Anbieter. Die Lösung dieses Problems muss jedoch nicht immer radikal sein – neben Sparstrumpf und Kopfkissen bietet sich eine weitere Option.

Denkanstoß: Ehtik, Nachhaltigkeit und Geldanlage

Die Auswahl ist begrenzt – Risiken lauern

Auf der Suche nach ethischen und nachhaltigen Geldanlagen stoßen Anleger schnell an Grenzen. Von schier zahllos erscheinenden Angeboten, scheint sich lediglich ein schmales Kuchenstück dieser Thematik zu widmen. Auch wenn dieses Kuchenstück von Jahr zu Jahr wächst, bleibt die Auswahl begrenzt. Zusätzlich enttarnt der Blick hinter die Kulissen viele als Blender. Wer es wirklich ernst meint, benötigt keine ganze DIN A4-Seite, um sich sämtliche Optionen vor Augen zu führen.

Auch wer glaubt, dass ehtische und nachhaltige Geldanlagen mit einem Mehr an Sicherheit aufwarten, muss enttäuscht werden. Möchte man beispielsweise die Renditeerwartung einiger Holzinvestments wahr werden lassen, müssten die Bäume ebenso im Zeitraffer in die Höhe schießen wie die Rohstoffpreise. Bei anderen Vertretern dieser Spezies Geldanlage fallen im Kleingedruckten ausgewiesene Managementkosten in außergewöhnlichem Umfang auf, was zeigt, wer der wahre Gewinner ist.

Eine Anlage mit gutem Gewissen muss jedoch nicht grundsätzlich riskant sein. Anbieter wie GLS, EthikBank und UmweltBank zeigen, wie es gehen könnte. Sie punkten zwar mit ihrer Idee und Transparenz, liegen in Sachen Zinsen jedoch hinter Tages- und Festgeld weit abgeschlagen. Zukünftig könnte das gute Gewissen sogar teuer werden. Laut Spiegel Online denkt GLS laut darüber nach, einen monatlichen Beitrag einzuführen – als Grund wird das kostspielige Geschäftsmodell angeführt.

Ein Denkanstoß – attraktive Zinsen inklusive gutem Gewissen

Wer mit Hilfe von Fonds ethisch und nachhaltig investieren möchte, muss im Regelfall über vieles hinwegsehen. Denn während das direkt investierte Geld meist in gut ausgesuchte Unternehmen fließt, bleibt die zweite oder dritte Schicht vielfach im Dunkeln. Diese zweite bis dritte Schicht sind unter anderem Zulieferer, die sich nicht immer die gewünschten Standards auferlegen. Ob ein solcher Fonds durch und durch ethisch und nachhaltig ist, bleibt kaum nachvollziehbar.

Eine Lösung kann die Zusammenstellung einzelner Titel sein. Diese können vom Anleger gewissenhaft und nach eigener Vorstellung ausgesucht werden – eine Art privater Fonds ist das Ergebnis.

In Vergessenheit sollte jedoch nicht geraten, dass unabhängig davon, ob es sich um einen professionell gemanagten Fonds oder einenen solchen privaten Fonds handelt, Arbeit und Risiken in Kauf genommen werden. Es sollte sich daher eingehend überlegt werden, ob diese beiden Faktoren tatsächlich gewollt sind. Denn mit Ethik und dem Faktor Nachhaltigkeit können Anleger auch im Rahmen konservativer Geldanlagen arbeiten.

Die Lösung bieten sowohl Tages- als auch Festgeld. Das hier angelegte Geld kann von Banken nicht zur Spekulation mit dubiosen Großkonzernen oder Lebensmitteln herangezogen werden. Wermutstropfen bleibt allerdings, dass Banken dies mit eigenem Kapital durchaus tun können. Wem es genügt, dass das eigene Geld nicht für derartige Zwecke herangezogen wird, kann auf diese Weise attraktive Zinsen einfahren.

Der Denkanstoß: Die auf diese Weise erwirtschafteten Zinsen und Zinseszinsen sind um ein Vielfaches höher. Mit größter Wahrscheinlichkeit sind durch die Anlage jedoch keine Projekte gefördert worden, wie es beispielsweise die GLS, EthikBank und UmweltBank tun. Nimmt man jedoch einen Teil der Zinsen, um diese beispielsweise für vergleichbare Projekte zu spenden, kommt man dem ursprünglichen Gedanken sehr nahe.

Hilfreiche Links:

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