DieKolumne: Mein bester Freund macht in Finanzen | Teil 1

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„Das hätte ich nie von ihm gedacht!“ Exakt diese Worte fielen, als plötzlich im Raum stand, dass ein alter Schulfreund für einen beträchtlichen finanziellen Verlust gesorgt hatte. Die Altersvorsorge war schlagartig um rund 40.000,- EUR geschrumpft! Überlegen Sie daher gut, wem Sie Ihre Finanzen anvertrauen.

DieKolumne: Mein bester Freund macht in Finanzen

Ein unerwarteter Anruf am Abend

Das Telefon klingelte, am anderen Ende ein vertrauter Name. „Du errätst nie, was ich jetzt mache!“, schmetterte der alte Schulfreund. Kurz darauf war der Termin für eine Finanzberatung vereinbart.

Nur wenige Tage später fand der Termin statt. Aus dem einstigen Einzelhandelskaufmann wurde mit Hilfe von Anzug, Hemd und Krawatte ein glaubwürdiger Finanzberater. Nach kurzem Smalltalk über vergangene Zeiten kam man bereits zur Sache. Bunte Bilder, schockierende und überzeugende Zahlen sollten von der Finanzberatung überzeugen. Und auch wenn nicht alles auf Anhieb verstanden wurde, was im Schnelldurchlauf Überzeugungsarbeit leisten sollte, eines stand fest: Ein Finanzberater war scheinbar dringend nötig.

Doch die Zeit drängte, im Anschluss wartete bereits der nächste Kunde. Ein paar Zahlen, Daten und Fakten waren zwischenzeitlich notiert, nun verschwanden die Ordner mit Geldanlagen und Versicherungen im Koffer des alten Schulfreunds. „Ich arbeite etwas für Euch aus!“, waren seine Worte, bevor er verschwand.

Am darauf folgenden Tag meldete er sich. Am Telefon hieß es, dass gemeinsam mit einem Experten die Daten und Unterlagen bereits gesichtet worden seien. Die schlechte Nachricht: „Es sieht alles andere als gut aus! Mit dieser Strategie muss man den Großteil der besprochenen Ziele beerdigen. Insbesondere bei der Altersvorsorge klafft eine gigantische Lücke.“ Nach dem ersten Schock präsentierte der alte Schulfreund auch eine gute Nachricht. Der hinzugezogene Experte hat sein Möglichstes getan und eine Strategie ausgearbeitet, die das Ruder nochmals herumreißen könne. Diese Strategie müsse der Experte zeitnah mit ihnen besprechen.

Zwischen Porsche 911 und Opel Corsa

Geladen wurde in ein ansehnliches Bürogebäude in guter Lage. Vor dem Büro parkte ein Porsche, dessen Kennzeichen die Initialen des angekündigten Experten trug – die Mitarbeiterparkplätze hinter dem Gebäude waren hingegen ein Spiegelbild deutscher Kleinwagen, von VW Polo bis Opel Corsa. An der Anmeldung stand auch schon der alte Schulfreund. Nach kurzer Wartezeit wurde in das Büro des Experten gebeten, der Tisch war weiß vor Papier.

Der Experte war ein Menschengewinner, er überzeugte und führte bestimmt durch das Gespräch. Einsparpotenziale bei Privater Haftpflichtversicherung und der Hausratversicherung wurden sofort umgesetzt. Das bedeutete, Kündigungen der bestehenden Verträge und die Anträge der neuen wurden direkt unterschrieben.

Nun kam man zum wesentlichen Teil, der Altersvorsorge. Der Experte wurde ernst und ging sämtliche Ziele, die man sich zukünftig und zum Rentenbeginn gesteckt hatte, nochmals durch. Anhand bunter Grafiken stellte er klar, dass mit den derzeitigen Produkten ein Großteil der Ziele in weite Ferne rücken würde. Darauf folgte eine Grafik, die darstellte, wie sämtliche Ziele spielend zu erreichen waren.

Es folgte: „Möchten Sie lieber mit der aktuellen Strategie fortfahren? Oder möchten Sie mit Hilfe meiner Strategie Ihre Ziele erreichen?“

Analog der Privaten Haftpflichtversicherung und der Hausratversicherung wurde sich von der bestehenden Altersvorsorge getrennt und ein neuer Anlauf mit neuer Altersvorsorge gestartet.

Am Schluss bestärkte der Experte nochmals in der Entscheidung.

Hinweis: Ablauf nach Gedächtnisprotokoll des Verbrauchers

Bereits wenig später keimten erste Zweifel auf

Das Gespräch mit dem Experten dauerte weniger als 30 Minuten. In dieser Zeit wurden bestehende Verträge gekündigt, Anträge neuer unterschrieben und das obligatorische Beratungsprotokoll bestätigt.

Im Anschluss an das Gespräch schwand das anfänglich gute Gefühl jedoch Stück für Stück.

-Fortsetzung folgt-

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