DieKolumne: Wenn der Banker zweimal klingelt

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Der Jahreswechsel kommt unaufhaltsam näher. Gerade in der Vorweihnachtszeit neigen wir dazu, uns an Traditionen zu klammern. Auch Banker und Vertreter lieben diese Traditionen. Diese schlagen sich jedoch regelmäßig in penetranten Telefonanrufen nieder. Der Hintergrund liegt auf der Hand.

DieKolumne: Wenn der Banker zweimal klingelt

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind

Es ist eine stressige Jahreszeit. Weihnachtsgeschenke wollen gekauft und die Besuche bei sämtlichen Anverwandten geplant werden. Das Besinnliche dieser Zeit kenne viele nur vom Hörensagen.

Zusätzlich hierzu neigt das Telefon dazu, häufiger als sonst zu klingeln. Verstärkt drängen sich Mitarbeiter von Banken, Versicherungen und Finanzvertrieben in den wohlverdienten Feierabend. Natürlich besteht akuter Handlungsbedarf! Auf diese Weise kommt es Jahr für Jahr zu katastrophalen Abschlüssen, die aus der Kombination von Stress und Zeitdruck entstehen.

Doch was genau steckt hinter dieser alljährlichen Tradition?

Die Motivation von Bankern und Vertretern ist käuflich

Die Zeiten haben sich geändert. Dies spüren insbesondere die Mitarbeiter von Banken, Versicherungen und Finanzvertrieben. Aus einstiger Vormachtstellung ist vielerorts Konkurrenzkampf entstanden.

Zahlen und Ziele dominieren die Finanzbranche. Diese Entwicklung hat auch vor Sparkassen und Volksbanken nicht Halt gemacht.

Bonifikationen oder das vierzehnte Monatsgehalt hängen inzwischen an Kennzahlen. Mitarbeiter, die diese Kennzahlen verfehlen, stehen jedoch nicht nur finanziell unter Druck, auch die Arbeitsplatzsicherheit bröckelt mitunter. Sind die Schäfchen im Dezember noch nicht im Trockenen, müssen Banker und Vermittler erfinderisch werden. Fehlende Bausparverträge und Investmentfonds müssen ebenso wie Kredite schnellstmöglich aufgeholt werden.

In einer Zeit, in der Kunden mit anderen Fragen beschäftigt sind, keine leichte Aufgabe.

Mitleid bleibt dennoch fehl am Platz

Wer zu überschwänglichem Mitleid neigt, sollte sich im Zaum halten. Dies ist nämlich spätestens bei privaten Finanzen fehl am Platz. Das selbstgewählte Schicksal zahlreicher Banker und Vermittler ist hausgemacht. Eine massive Konsolidierung innerhalb der Finanzbranche ist und bleibt unumgänglich.

Wen derartige Anrufe zum Jahresende ereilen, der sollte sich an eines erinnern. Ein Abschluss unter Stress und Zeitdruck birgt mehr Nach- als Vorteile. Aus diesem Grund sollten wichtige Entscheidungen, unabhängig wie penetrant Banker und Vermittler agieren, in ruhigere Zeiten verschoben und eingehend geprüft werden. In den seltensten Fällen besteht wirklich die zeitliche Brisanz, die suggeriert wird. In vielen Fällen sind es finanzielle Anreize, die Mitarbeiter der Finanzbranche derzeit antreiben.

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