Erneuter Stresstest der Banken steht in der Kritik

Aktuell, Geldanlagen

Wie stabil die europäischen Banken im Krisenfall sind, sollen regelmäßige Stresstests zeigen. Ein solcher Stresstest steht einigen Instituten nun ins Haus. Doch bereits kurz nach der Bekanntgabe wird erste Kritik laut. Hintergrund: Die Ergebnisse werden diesmal größtenteils geheim gehalten.

Erneuter Stresstest der Banken steht in der Kritik

Gut für die Banken – unbefriedigend für den Verbraucher

Wie das Handelsblatt berichtet, plant die Europäische Bankenaufsicht einen weiteren Stresstest. In diesen Stresstests werden Banken regelmäßig auf ihre Krisenfestigkeit hin geprüft. Ein wichtiges Augenmerk liegt hierbei auf den Reserven. Der Umfang dieser Reserven soll Aufschluss darüber geben, wie gut einzelne Banken bestimmte Krisenszenarien überstehen würden.

Spätestens seit der Bankenkrise von 2007 ist die Aufmerksamkeit, die man Banken schenkt, gestiegen. Allein der deutsche Steuerzahler haftete im Umfang von über 230 Mrd. Euro für die Rettungsmaßnahmen. Die Sorge um die Banken ist in Folge der anhaltenden Niedrigzinsphase erneut gestiegen. Um negative Folgen frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen treffen zu können, sind weitere Stresstests geplant. Ein solcher Stresstest beginnt bereits in den kommenden Wochen. Doch diesmal wird bereits frühzeitig Kritik laut.

Denn konnten früher auch Verbraucher ihre Schlüsse aus den Ergebnissen ziehen, sollen die aktuellsten Ergebnisse größtenteils unter Verschluss bleiben. Die Banken hingegen können aufatmen, schließlich war und ist ein schlechtes Abschneiden mit einem nicht zu unterschätzenden Imageverlust verbunden.

So stellt der jüngste Stresstest ein mehr als zweischneidiges Schwert dar. Grundsätzlich sind die von der Europäischen Bankenaufsicht geplanten Stresstests zu begrüßen. Haben sie schließlich das Ziel, Banken zu stabilisieren. Dieses Ziel kommt ohne jeden Zweifel auch dem Verbaucher entgegen. Dennoch hinterlässt die Tatsache, dass der Verbraucher nur wenig aussagekräftige Ergebnisse erwarten darf, einen bitteren Beigeschmack.

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