Festgeld: Bye bye Großbritannien

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Der Abschied Großbritanniens rückt mit jedem Tag unaufhaltsam näher. Bald ist die EU somit um ein langjähriges Mitglied ärmer. Viele Rahmenbedingungen der Trennung dürften erst in mühevollen Verhandlungen herausgearbeitet werden. Insbesondere Anleger sollten daher Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Festgeld: Bye bye Großbritannien
Im Vorfeld des Brexit sind Anleger gefordert. Tages- und Festgeld sollten nun beobachtet und flexibel gehalten werden.

Flexibilität ist gefragt

Der beste Schutz gegen Risiken ist und bleibt der Faktor Flexibilität. Kurzfristige Anlagezeiträume oder gar eine jederzeitige Verfügbarkeit erlauben es Anlegern sich auf verändernde Verhältnisse ad hoc einzustellen. Diese müssen binnen der kommenden 18 Monate zwingend erwartet werden. Die Scheidung zwischen der EU und Großbritannien wird während genau dieser Phase konkretisiert werden müssen. Am Ende sollten Anleger von neuem entscheiden können, ob sie einer Anlage in Großbritannien die Treue halten oder lieber auf das europäische Festland setzen wollen.

Zur Debatte steht beispielsweise die Entflechtung vom europäischen Einlagensicherungssystem. Dieses System soll die Gelder von Anlegern im Falle einer Bankeninsolvenz schützen. Bis zu einem Betrag von 100.000,- EUR pro Anleger und Bank können Verbraucher sich so dem höchstmöglichen Schutz ihrer Ersparnisse sicher sein. Auch außerhalb der EU setzt die Vielzahl der Staaten auf eine derartige Absicherung. Es darf daher erwartet werden, dass auch Großbritannien an einer dem vorherrschenden System angelehnten Einlagensicherung festhalten wird. Jeder Mutmaßung sollten Anleger jedoch mit einem gesunden Sicherheitsbedürfnis begegnen. Denn nicht selten stand Großbritannien für den Abweichler innerhalb des EU-Kollektivs. Eine Abweichung hat bereits heute zur Folge, dass Kundengelder bei britischen Banken nicht im Rahmen der üblichen 100.000,- EUR geschützt sind sondern lediglich im Umfang von rund 87.000,- EUR. Schuld an diesem Umstand ist die Tatsache, dass die britische Einlagensicherung in Pfund anstatt in Euro kalkuliert und vorgehalten wird. Die erhebliche Abwertung des Pfunds, insbesondere aufgrund der Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Brexit, haben die Einlagensicherung schon heute mehr und mehr schmelzen lassen.

Konservative Anleger zur Umorientierung aufgefordert

In der Übergangsphase sollten insbesondere sicherheitsbewusste Anleger vom Neuabschluss mehrjähriger Festgelder Abstand nehmen. Dementsprechend wäre auch mit Verlängerungen bestehender Festgelder umzugehen. Tagesgelder hingegen können, maximale Flexibilität sei Dank, bis zu dem Zeitpunkt an dem sich ein Wechsel empfiehlt, fortgeführt werden. Anleger sollten die momentanen Umstände jedoch nicht zum Anlass für Panik nehmen, vielmehr stehen vorgenannte Maßnahmen im Zeichen maximaler Sicherheit.

Finanz it Yourself hat die Gegenbeheiten bereits zum Anlass genommen, britische Angebote zeitweise innerhalb des beliebten Festgeld-Vergleichs pausieren zu lassen. Weiterhin bieten sich Anlegern zahlreiche Alternativen für attraktives und stabiles Festgeld.

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