Finanzen für Auszubildende – 5 wichtige Tipps

Aktuell, Altersvorsorge, Geldanlagen, Versicherungen

Am 01.09. starten wieder zahlreiche Auszubildende ins Berufsleben. Damit werden sie automatisch interessant für Banken, Versicherungen und Finanzvertriebe. Mit dem ersten regelmäßigen Einkommen winken der Finanzbranche lukrative Abschlüsse. Was wirklich unverzichtbar ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Finanzen für Auszubildende - 5 wichtige TippsLassen Sie Raum für Veränderungen!

Zu Beginn der Ausbildung steht in den seltensten Fällen fest, wie es nach der Ausbildung weitergeht. Einige Auszubildende werden in ihrem Betrieb bleiben, andere das Unternehmen wechseln oder studieren. Um auf alle Situationen, die zu Beginn der Ausbildung nur selten absehbar sind, eingestellt zu sein, sollten langwierige Abschlüsse vermieden werden.

Eine auf 40 Jahre und länger ausgelegte Altersvorsorge ist zu diesem Zeitpunkt absolut kontraproduktiv. Die Grundlage für eine standfeste Altersvorsorge-Strategie ist Planungssicherheit! Das bedeutet jedoch keineswegs, dass die Altersvorsorge-Frage in die Zukunft verschoben werden sollte. ‚Je früher, desto besser‘ ist und bleibt die Devise.

Für zahlreiche Deutsche ist die Altersvorsorge untrennbar mit Versicherungen verbunden. Diese werden in der Regel bis zum Rentenbeginn abgeschlossen. Man sollte sich jedoch vor Augen führen, dass eine Versicherung, die den Rentenbeginn nicht erreicht, große Verluste verursachen kann. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich an die Ausbildung ein Studium anschließt, der Umzug in die erste eigene Wohnung ansteht oder das Auto schlapp macht. In diesen Momenten werden zahlreiche Versicherungen gekündigt, mindestens jedoch beitragsfrei fortgeführt. Eines haben die Beitragsfreistellung und die Kündigung gemeinsam: Sie erzeugen einen vermeidbaren Verlust.

Die Altersvorsorge sollte daher so flexibel wie möglich stattfinden. Auszubildende sollten, noch bevor das erste Gehalt fließt, ein Tagesgeld eröffnen. Das Tagesgeld ist der moderne Ersatz für niedrig verzinste Sparbücher. Mit einem Dauerauftrag kann nun eine solide Reserve und der Grundstock der späteren Altersvorsorge gebildet werden. Als Faustregel gilt, dass etwa 15 % des Gehalts zur Seite gelegt werden sollten. Im Notfall können die Ersparnisse auf dem Tagesgeld jederzeit auf das Girokonto zurücküberwiesen werden. Diese Flexibilität erlaubt es, dass auch mal der eine oder andere Euro mehr zurückgelegt werden kann – man hat schließlich die Gewissheit, dass man dieses Geld nicht erst nach einer Kündigung oder zum Rentenbeginn wiedersieht.

Das absolute Pflichtprogramm:

  • Wahl der Krankenkasse – mit dem Beginn der Ausbildung müssen Auszubildende sich für eine Krankenkasse entscheiden. Die Versicherung in der elterlichen Krankenkasse bzw. Krankenversicherung endet zu diesem Zeitpunkt. Hier gelangen Sie zum: Krankenkassen-Vergleich!
  • Eröffnung eines Tagesgelds – auf dem Tagesgeld können bequem und flexibel Rücklagen gebildet werden. Auf die Rücklagen kann im Notfall jederzeit zurückgegriffen werden. Hier gelangen Sie zum: Tagesgeld-Vergleich!
  • Die Berufsunfähigkeitsversicherung – insbesondere Lehrlinge im Handwerk sollten ihre Arbeitskraft absichern. Dies ist zwar nicht günstig, aber empfehlenswert! Im Falle einer Berufsunfähigkeit droht sonst im Extremfall Hartz 4. Eine unabhängige und ausführliche Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung bietet: BUForum24
  • Vermögenswirksame Leistungen – dies sind bis zu 40,- EUR pro Monat, die Auszubildende und Arbeitnehmer bekommen können. Die Zahlung der Vermögenswirksamen Leistungen ist freiwillig und sollte daher mit dem Arbeitgeber abgeklärt werden.
  • Private Haftpflichtversicherung – sie ist ein absolutes Muss für diejenigen, die sich bereits in zweiter Ausbildung befinden. Die Mitversicherung über die elterliche Private Haftpflichtversicherung endet in der Regel mit Beendigung der ersten Ausbildung. Hier gelangen Sie zum: Privat Haftpflichtversicherungs-Vergleich!

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