GLS Bank: Monatsbeitrag für’s gute Gewissen

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Die GLS Bank ist vielen, die mit gutem Gewissen anlegen wollen, bereits ein Begriff. Sie verzichtet bewusst auf die Finanzierung von Atomkraft, Rüstung oder Kinderarbeit. Doch auch die GLS Bank leidet unter dem anhaltenden Niedrigzinsniveau. Nun wird in Bochum laut darüber nachgedacht, zur Sicherung des Geschäftsmodells einen Monatsbeitrag einzuführen.

GLS Bank: Monatsbeitrag für's gute Gewissen

Nachhaltigkeit hat seinen Preis

Anleger sind Kummer gewohnt. Tagesgeld verzinsen die meisten Vor-Ort-Banken, zu denen beispielsweise Sparkassen und Volksbanken zählen, dicht am Nullpunkt. Selbst wer mehrere Jahre auf seine Ersparnisse verzichten kann und auf Festgeld setzt, knackt kaum mehr die Inflation. Wenn schon keine Zinsen, dann wenigstens ein gutes Gewissen. Mit diesem Ansatz halten zahlreiche Anleger Ausschau nach Alternativen.

Wer ökologisch und ehtisch agiert, liegt im Trend. Dies bekam auch die Bochumer GLS Bank zu spüren und zog in den vergangenen Jahren zahlreiche Neukunden an. Laut DPA sieht man nun jedoch das Geschäftsmodell gefährdet. Um nicht in fragwürdige Geschäfte gedrängt zu werden, denkt man laut darüber nach, die Kunden mit einem Monatsbeitrag zu beteiligen. Die Umsetzung wird nicht vor 2017 erwartet, sorgt jedoch heute bereits für Diskussionen.

Vergessen werden darf nicht, dass Kunden der GLS Bank bereits heute keine Zinsen auf Tagesgeld und Sparbuch erhalten. Vor diesem Hintergrund würde ein Monatsbeitrag zu einem stetig größer werdenden Verlust führen. Die exakte Umsetzung dieser Pläne wird die Zeit zeigen, ebenso wie die Reaktion der Kunden ausfällt.

Eine Alternative mit Charme

Wer nicht auf Zinsen verzichten möchte, kommt an Direktbanken kaum mehr vorbei. Bezüglich Sicherheit und Service müssen sie sich auch heute nicht mehr hinter Vor-Ort-Banken verstecken. Damit sind sie heute zu einer echten Alternative geworden. Adäquate Angebote für Tagesgeld rangieren trotz Zinstief immer noch zwischen 0,95 % (Bestandskunden) und 1,25 % (Neukunden). Legt man es drauf an, erzielt man mit dreijährigem Festgeld sogar bis zu 1,66 %.

Für die Förderung nachhaltiger Projekte muss der Anleger dann jedoch selbst sorgen. Beispielsweise indem er einen Teil der Zinsen spendet. Wer sicher stellen möchte, dass die favorisierte Bank keine unerwünschten Geschäfte mit den eigenen Ersparnissen finanziert, sollte sich jedoch auf Tagesgeld beschränken. Die stetige Verfügbarkeit von Tagesgeld schließt eine solche Finanzierung nahezu aus.

Auf diese Weise können Anleger selbstbestimmt und gezielt Projekte finanzieren. Weiterhin kann aktiv die Entscheidung getroffen werden, wie viel der Zinsen oder Ersparnisse für einen solchen Zweck erübrigt werden.

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