Helikoptergeld: Gefürchtete Maßnahme der EZB

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Die Europäische Zentralbank greift, in ihrem Kampf gegen die Deflation, zu immer drastischeren Maßnahmen. Der erwünschte Effekt blieb bislang jedoch weitestgehend aus. Nun könnten die Währungshüter zu einer weiteren und gefürchteten Maßnahme greifen, dem sogenannten Helikoptergeld.

Helikoptergeld: Gefürchtete Maßnahme der EZB
Mario Draghi hält Helikoptergeld für ein interessantes Konzept.

Ein Helikopter lässt Geld regnen

Jüngst bezeichnete Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, Helikoptergeld bereits als interessantes Konzept.

Hinter diesem Konzept verbirgt sich jedoch ein hochumstrittenes Mittel zur Abwehr einer Deflation. Es sieht vor, dass bestimmte Mengen Geld verschenkt werden. Sinnbildlich steht hierfür der Helikopter, aus dem es Geld regnet.

Die Äußerung Draghis lässt auf die Verzweiflung, hinter den Kulissen der EZB, schließen. Bisherige Maßnahmen, zu denen beispielsweise die Absenkung des Leitzinses oder das Anleihenkaufprogramm zählt, führten bislang nicht zum gewünschten Ergebnis. Das offizielle Ziel der Europäischen Zentralbank ist eine Inflation von rund 2 %. Dieses Ziel wurde in 2015, mit einer Inflation von 0,3 %, deutlich verfehlt.

Dem Euroraum droht die Deflation

Der Gegenspieler der Inflation, die Deflation, ist insbesondere in Wirtschaftskreisen gefürchtet. Während zu Zeiten einer Inflation, in Erwartung steigender Preise, stetig investiert und konsumiert wird, findet zu Zeiten einer Deflation das exakte Gegenteil statt. Investitions- und Konsumverzicht heißen die Gefahren für Wirtschaft, Arbeitsplätze und Steuern.

Doch nachdem der Monat Februar eine Inflation von 0 % hervorgebracht hat, rechnet man bereits im März mit ebendieser Deflation.

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