Immobilien: Unattraktive Renditeaussichten

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Den Traum der eigenen vier Wände träumen derzeit Mieter und Anleger gleichermaßen. Schuld sind historisch niedrige Zinsen, die Baufinanzierungen attraktiver und viele Geldanlagen unattraktiver erscheinen lassen. Doch der Wunsch nach Sicherheit und Rendite wird viel zu oft enttäuscht.

Immobilien: Unattraktive Renditeaussichten
Statistiker attestieren Immobilien nur magere Renditen.

Magere Renditeaussichten für Immobilien

Bei Anlegern stehen Immobilien derzeit hoch im Kurs. Insbesondere risikoscheue Verbraucher verbinden das sogenannte Betongold mit Sicherheit und attraktiven Renditen.

Aus diesem Grund werden mehr und mehr Gelder von Tages- und Festgeld, hin zu Immobilien umgeschichtet. Besonders beliebt sind Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser in Ballungsräumen. Doch nicht viele Verbraucher können die Renditeaussichten solcher Anlageobjekte handfest einschätzen. Die Folge sind immer häufiger Fehlinvestitionen, die anstatt eine attraktive Rendite abzuwerfen, sogar einen wirtschaftlichen Verlust bedeuten können. Die Chancen auf ein solches negatives Ergebnis haben sich infolge der gestiegenen Immobilienpreise in erheblichem Maße vergrößert.

Einige Statistiken, ebenso wie einzelne Finanzexperten, kommen sogar zu dem Ergebnis, dass sich Immobilien zu keiner Zeit als attraktive Anlageoption darstellten. Selbst langfristig ausgerichtete Investitionen sollen demnach durchschnittlich für weniger als 1,5 % Rendite gut gewesen sein. Dies würde Immobilien als Anlageoption gänzlich unattraktiv erscheinen lassen.

Großteil der Immobilien als Anlage unattraktiv

Doch es lohnt sich, viele dieser Statistiken und Aussagen kritisch zu hinterfragen. Diese beziehen sich zumeist auf den gesamten Immobilienmarkt, somit auch auf Objekte die bereits frühzeitig als Anlageoption ausscheiden.

Tatsächlich rechnet sich die Vielzahl der Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser zur Renditeerzielung nicht. Auch zahlreiche Eigentumswohnungen stellen sich renditeseitig unattraktiv dar. So wird die These gestützt, dass der Großteil des Immobilienbestands sich als Kapitalanlage unattraktiv darstellt.

Verbraucher und Anleger sind daher zweifelsohne gezwungen, nach attraktiven Immobilien bewusst zu suchen. Schlüssel hierzu ist die sogenannte Netto-Mietrendite beziehungsweise Eigenkapitalrendite. Diese Kennzahlen werfen aus, welches renditeseitige Potenzial eine Immobilie inne hat und welcher steuerliche Effekt durch Renovierungs-, Sanierungsmaßen oder eine Baufinanzierung erzeugt wird.

Objekte, die auf diese Weise für eine Rendite von 4,5 % und mehr sorgen, stellen dann die gewünschte Anlage- und Altersvorsorgelösung dar. Der Weg zu diesem Ergebnis verlangt dem Anleger jedoch eine aufmerksame Analyse und Bewertung ab.

Beliebtheit selbstgenutzten Wohneigentums ungebrochen

Viele Verbraucher sehen in den eigenen vier Wänden jedoch weniger das kühl kalkulierte Anlageobjekt. Sie versuchen, mit Hilfe des anhaltenden Niedrigzinsniveaus, langfristig die Miete gegen Eigentum zu tauschen. Dieser Weg sollte sich jedoch, ebenso wie der Erwerb eines Renditeobjekts, als sinnvolle und nachhaltive Investition darstellen.

Einen Fokus gilt es daher auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu legen. Einnahmen, Ausgaben und verfügbares Eigenkapital definieren, wie viel Immobilie wirtschaftlich vertretbar ist. An diesem Punkt sehen zahlreiche Verbraucher jedoch ihre Chancen schwinden. Stetig steigende Preise für Gründstücke und Bestandsimmobilien machen den Schritt in die eigenen vier Wände zusehends schwerer. Insbesondere Ballungsräume entwickeln sich für Otto-Normal-Verbraucher vom Ziel zum Traum.

Immer wieder scheinen solche Träume jedoch realisierbar zu werden. Finanzierungsvermittler stellen regelmäßig Konzepte vor, die mit tragbaren Raten aufwarten können. Verbrauchern ist es jedoch meist unmöglich, Fallstricke frühzeitig zu enttarnen. So hat die derzeitige Entwicklung am Immobilienmarkt bereits zahlreiche Verlierer auf Seiten der Verbraucher hinterlassen.

Um nicht zu einem solchen Verlierer zu werden, sollte der Kauf einer selbstbewohnten Immobilie ebenso akribisch geplant werden, wie es dem Anleger empfohlen ist. Verbraucher die sich hiermit überfordert fühlen, sollten sich unahängigen Rat einholen. Derartige Unterstützung bieten beispielsweise Verbraucherzentralen.

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