Inflation, Steuern und Altersvorsorge-Verweigerer

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Die Zinsen befinden sich auf einem historischen Tiefpunkt. „Früher bekam man noch etwas, für sein Geld!“ hört man allerorts. Dennoch gehört Ihr Geld nicht unter das Kopfkissen.

DieKolumne: Inflation, Steuern und Altersvorsorge-Verweigerer

Kostspieliges Halbwissen: Inflation, Steuern und Co.

Deutschland regt sich auf! Doch wer sich aufregt, sollte gute Gründe präsentieren können. Wer sich über Niedrigzinsen echauffiert, schmettert in diesem Zusammenhang gern: Inflation.

Den wenigsten ist allerdings das momentane Inflationsniveau bekannt. Schätzungen zwischen 2 % und 4 % sind daher alles andere als selten. Tatsächlich rangiert die vom Deutschen Statistischen Bundesamt ausgewiesene Inflation lediglich um 0,28 %. In der Gegenüberstellung sieht dies folgendermaßen aus.

Gegenüberstellung: Inflation und Tagesgeld (1 Jahr)
Logo 120x4010.000,- EUR1,05 %10.105,- EURzum Tagesgeld-Angebot
Inflation10.000,- EUR0,28 %10.028,- EUR
Ergebnis:+ 77,- EUR

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Inflation daher ein denkbar schlechtes Argument. Wer länger als ein Jahr auf seine Ersparnisse verzichten kann, profitiert darüber hinaus vom Zinseszins-Effekt.

Damit gewinnt man Stück für Stück Abstand gegenüber der Inflation. Voraussetzung ist jedoch attraktives Tages- oder Festgeld! Für jene, die Sicherheit in den Vordergrund stellen, kann selbst Tagesgeld die Antwort auf Inflation sein.

Gegenüberstellung: Inflation und Tagesgeld (3 Jahre)
Logo 120x4010.000,- EUR1,05 %10.318,- EURzum Tagesgeld-Angebot
Inflation10.000,- EUR0,28 %10.084,- EUR
Ergebnis:+ 234,- EUR

Bei dem in dieser Gegenüberstellung zu Grunde gelegten Tagesgeld handelt es sich um:

Logo 120x40
Einlagensicherung: Niederlande
Bestandskundenkondition: 1,05 %
Bonität: gut bis sehr gut
zum Angebot: Hier
Stand: 25.11.20015

Doch nicht immer heißt der Feind Inflation. Auch der Faktor Steuern wird gern ins Feld geführt. In Form der Abgeltungssteuer soll sie selbst Tages- und Festgeld von Direktbanken bis zur Unattraktivität schröpfen.

Vergessen wird nur zu gern, dass jeder Bundesbürger mindestens 801,- EUR jährlich steuerfrei vereinnahmen darf. Der sogenannte Freistellungsauftrag kann individuell auf die Banken verteilt werden, je nachdem, wo entsprechende Zinsen zu erwarten sind. Doch auch wer den Freistellungsauftrag im Eifer des Gefechts vergessen hat, muss nicht gleich um seine Zinsen bangen. Jedoch spätestens mit der Einkommensteuererklärung müssen zu viel gezahlte Steuern dem Finanzamt mitgeteilt werden.

In Summe beläuft sich die Abgeltungssteuer auf 26,375 % (inkl. Solidaritätszuschlag). Seit Januar 2015 muss gegebenenfalls die Kirchensteuer berücksichtigt werden. Dennoch lässt die Abgeltungssteuer eine attraktive Geldanlage ebenso wenig unattraktiv werden wie die Inflation. Grund ist, dass die Abgeltungssteuer lediglich einen Teil der Zinsen betrifft, jedoch nicht auf die angelegten Ersparnisse zugreift.

Effekt: Abgeltungssteuer
Logo 120x4010.000,00 EUR1,05 %10.105,00 EURzum Tagesgeld-Angebot
Abgeltungssteuer26,375 %- 27,69 EUR
Inflation0,28 %- 28,00 EUR
Ergebnis:+ 49,31 EUR

Selbst wenn der Freistellungsauftrag bereits verbraucht ist, lohnt es sich, nach guten Tages- und Festgeldangeboten Ausschau zu halten. Denn unterm Strich sorgen diese Angebote weiterhin für einen vorzeigbaren Kapitalaufbau. Im Übrigen sorgte in der Vergangenheit eine signifikant höhere Inflation regelmäßig dafür, dass von den augenscheinlich attraktiveren Zinsen nichts mehr übrig blieb.

Altersvorsorge: Je früher bleibt desto besser

Es sind dieselben Gründe, die viele dazu veranlassen, ihre Altersvorsorge auf die lange Bank zu schieben. Zu niedrige Zinsen, zu hohe Inflation und Steuern, außerdem zu unattraktive Versicherungen.

Tatsächlich sollte der Abschluss einer Versicherung eingehend geprüft werden. Doch die Altersvorsorge muss nicht zwingend eine Versicherung sein. Wer frühzeitig mit Hilfe von Tagesgeld und Festgeld spart, tut ebenfalls seine Schuldigkeit – und sogar dasselbe wie eine Versicherung!

In Deutschland ist der Begriff Altersvorsorge untrennbar mit Versicherungen verbunden. Mit Hilfe von Riester, Rürup und betrieblicher Altersvorsorge soll die gefürchtete Rentenlücke geschlossen werden. Geld einzahlen, Zinsen kassieren und am Ende profitieren! Getreu diesem Motto arbeiten sie. In drei Punkten unterscheiden sie sich beispielsweise von Tages- und Festgeld.

  • Kosten
    Insbesondere Abschluss- und Verwaltungskosten schmälern das Ergebnis einer Versicherung erheblich. Sie werden sogar von dem aktuell gültigen Garantiezins abgezogen.
  • Steuervorteile
    Sämtliche Versicherungen, die heute einen Steuervorteil versprechen, brillieren gleichermaßen mit einem steuerlichen Nachteil. Dieser Nachteil setzt zumeist im Rentenalter ein. Ob sich eine Versicherung lohnt oder nicht, ist daher nicht ausschließlich von Zulagen und Steuerrückerstattungen abhängig.
  • Flexibilität
    Während eine Versicherung meist über Jahrzehnte hinweg abgeschlossen wird, ermöglichen klassische Geldanlagen bedeutend kürzere Laufzeiten. Dies verschafft ein Höchstmaß an Flexibilität, beispielsweise wenn kostspielige Kredite abgewendet werden sollen.

Eines haben beide Lösungen, Versicherungen ebenso wie klassische Geldanlagen, gemeinsam. Sie profitieren vom Zinseszins!

Effekt: Zinseszins (30. bis 67. Lebensjahr)
*Kapital: Bereits versteuert
**Kapital: Noch zu versteuern
Tages- und Festgeld100,- EUR monatlich1,25 %Beiträge: 44.400,00 EUR56.394,61 EUR*
Versicherung100,- EUR monatlichGarantieBeiträge: 44.400,00 EUR51.143,47 EUR**

Unabhängig davon, ob man sich für klassische Geldanlagen oder gegen Versicherungen entscheidet, sollte frühestmöglich begonnen werden. Nur auf diese Weise kann man vom Zinseszins-Effekt profitieren. Wer den Startschuss um nur 5 Jahre in die Zukunft verschiebt, muss bereits bedeutend tiefer in die Tasche greifen.

Effekt: Zinseszins (35. bis 67. Lebensjahr)
*Kapital: Bereits versteuert
Tages- und Festgeld119,54 EUR monatlich1,25 %Beiträge: 45.903,36 EUR56.394,61 EUR*

Eines scheint damit festzustehen. Weder Inflation noch Steuer oder ein historisches Zinstief sollten Sie davon abhalten, sich um Ihre Finanzen und insbesondere die Altersvorsorge zu kümmern. Gerade jetzt ist es umso wichtiger, nach attraktiven Angeboten und der für Sie passenden Strategie zu fahnden!

Hilfreiche Links:

zum Tagesgeld-Vergleich
zum Festgeld-Vergleich

Artikel: Lohnt sich die Riester-Rente für Geringverdiener
Artikel: Lohnt sich die Riester-Rente für Normalverdiener
Artikel: Lohnt sich die Riester-Rente für Besserverdiener
Artikel: Lohnt sich die Riester-Rente für Familien

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