Krankenkasse: 67 % werden für Verbraucher teurer

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Gesundheit ist unbezahlbar! Mit diesen Worten reden sich zahlreiche Verbraucher die teils massiven Erhöhungen ihrer Krankenkasse schön. Zum Jahresbeginn haben zwei von drei Krankenkassen ihren Zusatzbeitrag erhöht. Doch eine teure Krankenkasse bedeutet nicht automatisch gute Leistungen. Verbraucher sollten nun Leistungen und Beiträge vergleichen.

Krankenkasse: 67 % werden für Verbraucher teurer

Den Zusatzbeitrag schultert ausschließlich der Verbraucher

Eine stetig älter werdende Gesellschaft fordert ihren Tribut, so argumentieren die Krankenkassen für die aktuelle Erhöhung des Zusatzbeitrags. Dieser Zusatzbeitrag wird dabei ausschließlich vom Verbraucher ohne Beteiligung der Arbeitgeber finanziert. Das sorgt für jede Menge Unmut und es wird der Ruf lauter, die florierende Wirtschaft stärker zu beteiligen.

Zu spät für die aktuelle Anhebung des Beitragssatzes. Verbraucher, die beispielsweise der BKK Viactiv ihre Treue halten, werden mit 16,3 % besonders stark zur Kasse gebeten. Damit liegt die Krankenkasse satte 1,7 % über dem günstigsten Angebot. Für einen Alleinstehenden mit 2.500,- EUR brutto Monatseinkommen bedeutet diese Differenz rund 300,- EUR, die er jährlich weniger im Portemonnaie hat.

Leistungen sind ein unzureichendes Argument für hohe Beiträge

Um Verbraucher zu halten, spielen zahlreiche Krankenkassen die Leistungs-Karte. Auf diese Weise will man sich trotz Ankündigung der Beitragserhöhung vor einer Kündigungswelle schützen. Doch nur Wenigen ist bewusst, dass alle Krankenkassen an einen gesetzlich vorgeschriebenen Leistungskatalog gebunden sind. Lediglich die sogenannten Zusatzleistungen dürfen variieren.

Insbesondere wer nun von einer Erhöhrung des Zusatzbeitrags betroffen ist, sollte kritisch vergleichen. Im Fokus eines solchen Vergleichs sollten die Zusatzleistungen einer Krankenkasse stehen. Spätestens wenn zwei Krankenkassen mit identischen Leistungen aufwarten, zählt jedoch der Preis. Wer sich für eine neue Krankenkasse entschieden hat, sollte zusätzlich die Kündigungsmodalitäten berücksichtigen:

Erhöht Ihre Krankenkasse den Beitrag, können Sie ein Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen. Diese Sonderkündigung entbindet Sie von einer 18-monatigen Wartefrist und muss innerhalb des Monats ausgesprochen werden, in der die Beitragserhöhung erstmals zum Tragen kommt.

Im Normalfall kann Ihre Krankenkasse jedoch erst nach einer 18-monatigen Wartefrist gewechselt werden. Ausnahme bildet in beiden Fällen der sogenannte Wahltarif, der eine längere Wartefrist bedeuten kann.

Sollten Sie noch im Januar kündigen, können Sie bereits ab 01. April von einer leistungsstärkeren oder günstigeren Krankenkasse profitieren. Im Falle einer späteren Kündigung verschiebt sich dieser Zeitpunkt entsprechend Monat für Monat.

Kündigungsformular: Krankenkasse.de/Kündigungsformular

Leistungen und Beiträge zahlreicher Krankenkassen können Sie bequem mit dem Vergleichsrechner am Ende dieses Artikels vergleichen.

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