Kreditkarte: Daten werden kontaktlos ausgespäht

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Die Technik schreitet voran. Um Ihnen den Bezahlvorgang so bequem wie möglich zu machen, können Sie bereits seit einiger Zeit kontaktlos zahlen. Hierzu braucht es einen speziellen Chip, der Ihre Daten preisgibt. Dieser Chip scheint nun zum Problem zu werden! Betrüger können die Daten Ihrer Kreditkarte scheinbar mit einfachsten Mitteln und natürlich kontaktlos ausspähen.

Kreditkarte: Daten werden kontaktlos ausgespäht

Niemand muss Ihnen mehr in die Tasche greifen

Ein Handwerk steht vor dem Aus. Musste ein Taschendieb sich bislang in Fingerfertigkeit üben, sollte er sich heutzutage technisch auf dem neuesten Stand halten. Längst ist der Griff in Ihre Tasche nicht mehr nötig, um Sie um Ihr Geld zu bringen. Die Chips machen es möglich, sie warten unauffällig auf Ihrer Bank- und Kreditkarte. Doch sie warten längst nicht mehr auf ein Kartenlesegerät, wo mühsam Ihre Karte reingesteckt oder durchgezogen werden musste. Heute geben Sie nahezu bereitwillig Ihre Daten per Funk preis.

Doch die schöne und bequeme Welt hat ihre Fehler. Funk kennen nämlich auch die Taschendiebe des 21. Jahrhunderts. Ihnen genügt bereits Smartphone und eine spezielle Software. Der auf Ihrer Karte installierte Chip erledigt dann den Rest. In den vergangenen Monaten sahen sich einige Banken daher gezwungen, Bank- und Kreditkarten auszutauschen. Doch bis heute sind weiterhin zahllose Karten mit Sicherheitslücken im Umlauf.

Auch der SWR hat nun anschaulich berichtet, wie leicht Ihre Daten ausgespäht werden können. Im Fokus dieses Tests standen insbesondere Kreditkarten. Hier genügen mitunter Ihr Name, die Kartennummer sowie das Ablaufdatum Ihrer Kreditkarte, um nahezu grenzenlos einzukaufen. Wo ein Einkauf mit diesen Daten gelingt, ist einem Betrüger selbstverständlich bekannt. Um an diese Daten zu kommen, hat er lediglich kurzzeitig sein Smartphone in die Nähe Ihrer Hosen- oder Handtasche gehalten.

Seien Sie wachsam und schützen Sie sich

Um dieser Masche nicht zum Opfer zu fallen, können Sie vorsorgen. Beispielsweise indem Sie Ihre Karte in einer abgeschirmten Hülle aufbewahren. Solche Hüllen können für wenige Euros im Einzelhandel oder Internet gekauft werden. Ein Indiz dafür, dass Handlungsbedarf besteht, ist meist ein unscheinbares Symbol auf Ihrer Bank- oder Kreditkarte. Um sicher zu gehen, dass Sie betroffen sind, sollten Sie in jedem Fall Ihre Bank ansprechen.

Wichtig ist jedoch auch, die Umsätze Ihrer Kreditkarte im Auge zu behalten. Stolpern Sie über eine Abbuchung, die Sie definitiv nicht verursacht haben, sollten Sie schnellstmöglich widersprechen. Im Regelfall haben Sie dann gute Chancen, Ihren Schaden ersetzt zu bekommen. Um einen solchen Schaden gar nicht erst feststellen zu müssen, gilt es sich jedoch mit entsprechenden Maßnahmen oder der Rückgabe solcher Karten zu schützen.

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