Royal Bank of Scotland: 2016 wird ein Krisenjahr für Anleger

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Setzen Sie auf Aktien, Anleihen oder Fonds? Wenn ja, begann für Sie das Jahr 2016 vermutlich mit einem kleinen Schock. Unerwartet schlechte Wachstumsdaten aus China ließen die Börsen global fallen. Geht es nach der Royal Bank of Scotland, sollten Sie sich auf weitere und massive Verluste in einem regelrechten Krisenjahr einstellen. Lassen Sie uns einen Blick auf die Hintergründe werfen.

Erwartet werden hohe zweistellige Verluste

Man sieht starke Parallelen zur Lehman-Brothers-Krise. Dies ließ der Chef-Analyst der Royal Bank of Scotland, Andrew Roberts, über den britischen Telegraph verlautbaren.

Die Nachricht raste regelrecht um den Erdball und verunsichert seither unzählige Anleger. Wenn auch Sie sich nun die Frage stellen, was diese Meldung für Sie und Ihre Wertpapiere bedeutet, sind Sie in guter Gesellschaft. Die von Roberts mitgelieferte Empfehlung ist wenig zimperlich, sie lautet schlicht und einfach:

„Verkaufen Sie sämtliche Wertpapiere!“

Doch bevor Sie nun Ihr Depot auflösen, sollten Sie einen kurzen Blick hinter die Kulissen werfen. Die Gründe für diese Hiobsbotschaft sind nämlich alles andere als neu. China, Öl und die lieben Schulden dominieren schließlich bereits seit Monaten das Geschehen. Neu ist lediglich der gezogene Vergleich zur Lehman-Brothers-Krise! Eines muss man also der Royal Bank of Scotland lassen: Man weiß, wie man sich ohne wirklich neue Inhalte dennoch Gehör verschafft.

Hohe zweistellige Verluste sind dennoch nicht auszuschließen

Sie sollten sich dennoch nicht beruhigt zurücklehnen. Denn auch wenn man mit einem populären Reizwort gespielt hat, steckt ein wahrer Kern im Statement der Royal Bank of Scotland.

Für das in Aussicht gestellte Krisenjahr ist tatsächlich genügend Zündstoff vorhanden. Werfen Sie beispielsweise einen Blick auf die angesprochenen Verluste zu Beginn dieses Jahres, verursacht durch die China-Krise. Kaum ein Anleger hat der Volksrepublik reale Wachstumsraten in zweistelliger Höhe abgekauft. Tatsächlich sind nach Bekanntgabe eines lediglich siebenprozentigen Wachstums jedoch sämtliche Börsen abgeschmiert. Sind die gefürchteten und ungesunden Eingriffe der chinesischen Regierung vielleicht der wahre Grund? Da Wachstum zu keiner Zeit ein schlüssiger Grund für Verluste ist und die Eingriffe der chinesischen Regierung hinlänglich bekannt sind, muss die Suche nach dem Schuldigen weitergehen.

Betrachtet man die Höhe der Verluste, die in kurzer Zeit entstanden sind, kommt man diesem Schuldigen auf die Spur. Die Umstände zeigen, dass der Markt heißgelaufen ist. Die Kurse an sämtlichen Börsen sind nicht mehr das Spiegelbild von gesunden Unternehmen und realem Wachstum – sie sind das Spiegelbild von Doping und Spekulation. Ein Spektakel expansiver Geldpolitik zu Zeiten eines Niedrigzinsumfelds.

Immer wenn die Kurse über das hinausschießen, was an tatsächlichem Wert im Hintergrund steht, reagieren Börsen in einem solchen Maß über. Es ist der Nährboden, der zweistellige Verluste innerhalb weniger Wochen wahr werden lässt!

Seien Sie daher wachsam und pflegen Sie engen Kontakt zu Ihren Wertpapieren. Ein Stop-Loss ist in diesen Zeiten das probate Mittel, um Ihr Kapital abzusichern und vergangene Gewinne zu retten – um 2016 nicht zu Ihrem persönlichen Krisenjahr werden zu lassen.

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