Sparen: Flexible Alternative zu Sparverträgen

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Wer ein kleines Vermögen zu einem größeren heranwachsen lassen möchte, sollte sparen. Denn die Höhe dessen, was Monat für Monat zur Seite gelegt wird, ist und bleibt einer der wichtigsten Faktoren. Sparverträge galten hierfür lange Zeit als das Maß der Dinge. Niedrige Zinsen und vielfach mangelnde Flexibilität machen den Großteil der Angebote für Sparer jedoch uninteressant. Doch es bieten sich spannende Alternativen.

Sparen: Flexible Alternative zu Sparverträgen
Alternativen zu Sparverträgen bieten meist attraktive Konditionen in Kombination mit einem Höchstmaß an Flexibilität.

Nur 0,32 % im Schnitt

Albert Einstein bezeichnete den Zinseszinseffekt einst als stärkste Kraft des Universums. In dieser Hinsicht zeigen Sparverträge jedoch erhebliche Schwächen.

Im Durchschnitt müssen sich Verbraucher mit rund 0,32 % an Zinsen zufrieden geben, so die Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank. Dies mag vor dem Hintergrund des gegenwärtigen Inflationsniveaus zwar ausreichend erscheinen, stellt jedoch längst nicht das Ende der Fahnenstange dar. Auch in puncto Flexibilität wünschen Verbraucher sich vielfach mehr, als Sparverträge leisten können. Denn wenn große Beträge zur Seite gelegt werden, müssen diese im Notfall auch verfügbar sein. Sparverträge sehen es jedoch besonders gern, wenn die Gelder über die entsprechende Laufzeit unberührt bleiben. Sind Verfügungen dennoch möglich, werden diese meist mit der Berechnung sogenannter Vorschusszinsen bestraft. In Folge dessen verzichten Verbraucher zunehmend auf diese klassische Form des Sparens.

Insbesondere konservativen Anlegern bieten sich hier interessante Alternativen. Sie können einerseits flexibel bespart werden und sind andererseits jederzeit verfügbar. Weiterer Vorteil ist, dass ein Großteil der Verbraucher bereits mit einer solchen Anlage ausgestattet ist.

Tages- und Festgeld sind adäquater Ersatz für Sparverträge

Wer flexibel sparen möchte und Wert auf jederzeitige Verfügbarkeit legt, ist bereits mit Tagesgeld gut bedient. Im Hinblick auf den Zins macht es jedoch einen erheblichen Unterschied, ob ein solches Tagesgeld bei einer Vor-Ort-Bank, zu denen beispielsweise Sparkassen und Volksbanken zählen, oder einer Direktbank abgeschlossen wurde.

Selbst Angebote ohne Neukundenbonus rangieren gegenwärtig um 0,70 %. Damit kann trotz größtmöglicher Flexibilität und Verfügbarkeit ein bedeutend attraktiverer Zinssatz erzielt werden, als ihn die meisten Sparverträge offerieren.

Verbraucher können in wenigen Schritten eine bequeme Alternative zu Sparverträgen aufbauen:

1. Ein attraktives Tagesgeld eröffnen
2. Einen Dauerauftrag über den regelmäßigen Sparbeitrag einrichten
3. Eine ausreichende Reserve definieren

Ist ein entsprechendes Tagesgeld gefunden, was im Regelfall untrennbar mit einer Direktbank verbunden ist, kann alles weitere mit Hilfe eines Dauerauftrags automatisiert werden. Ein Dauerauftrag ermöglicht es, den regelmäßigen Sparbeitrag ohne weiteres Zutun vom Girokonto in Richtung des Tagesgelds zu überweisen. Auf diese Weise wachsen die Ersparnisse Stück für Stück, wie man es von einem Sparvertrag gewohnt ist. Im letzten Schritt kann es sich lohnen, Teile dieser Ersparnisse für wenige Jahre fest anzulegen. Um im Notfall jedoch versorgt zu sein, muss eine ausreichend große Reserve auf dem Tagesgeld verbleiben. Alles, was über diese Reserve hinausgeht, kann beispielsweise für ein, zwei oder drei Jahre auf einem Festgeld geparkt werden. Hier können Zinsen spürbar oberhalb eines Prozents erzielt werden und die Ersparnisse mehren.

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