Steuererklärung: Strafe bei verspäteter Abgabe

Aktuell

Die Mehrheit der Deutschen macht eine Steuererklärung. In vielen Fällen ist die Abgabe auch verpflichtend. Wer die Frist hierzu versäumt, muss mit einer Strafe rechnen. Der Spielraum, in dem Finanzämter eine Strafe erheben dürfen, wurde nun deutlich eingeschränkt.

Steuererklärung: Strafe bei verspäteter Abgabe
Geplante Pflicht zur elektronischen Abgabe stieß auf massiven Widerstand.

Meistens Pflicht nur selten Kür

Allein jeder zweite Arbeitnehmer ist zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet. Dieser Pflicht stehen Verbraucher bereits gegenüber, wenn sie sich beispielsweise als Ehepaar für unterschiedliche Steuerklassen entschieden haben. Auch mehrere Gehälter unterschiedlicher Arbeitgeber oder die Eintragung von Freibeträgen führen in diese Pflicht.

Zusätzlich müssen betroffene Verbraucher sich an Fristen halten. Grundsätzliche Abgabefrist ist der 31. Mai, um die Steuererklärung des Vorjahres einzureichen. Wer jedoch auf einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein zurückgreift, kann die Frist bis zum 31. Dezember strecken. Doch auch wer auf diese Unterstützung verzichtet, kann das Finanzamt um Fristverlängerung bitten. In diesem Fall sind gute Gründe vorzubringen, wie beispielsweise fehlende aber wesentliche Unterlagen oder Krankheit.

Wurde die Frist versäumt, konnten Finanzämter bislang mit großem Spielraum agieren. Möglich waren Strafzahlungen bis zu 10 % der Steuerlast, abhängig von der Dauer der Verspätung und Höhe der Nachzahlung. Dieser Spielraum könnte ab 2017 deutlich eingeschränkt werden. Geplant ist eine Pauschale von 25,- EUR, pro verspätetem Monat. Voraussetzung ist jedoch die Zustimmung des Bundestags. Bereits im Vorfeld wurde sich gegen eine Pauschale in Höhe von 50,- EUR ausgesprochen und eine Verpflichtung zur elektronischen Abgabe.

Schreiben Sie einen Kommentar