Tagesgeld: Mehr Zinsen dank Hopping

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Das Zinsniveau bleibt niedrig. Verbraucher, die diesem Umstand trotzen wollen, müssen sich im Regelfall mit Risiken arrangieren. Doch auch wer an größtmöglicher Sicherheit festhält, kann insbesondere Tagesgeld-Zinsen um ein vielfaches steigern. Das Stichwort lautet Hopping.

Tagesgeld: Mehr Zinsen dank Hopping
Um höhere Zinsen für Tages- und Festgeld zu erzielen, bietet sich der Wechsel von einer klassischen zu einer Direktbank an.

Angebote aus alter und neuer Welt

Die deutsche Bankenlandschaft besteht aus zwei Welten. Der alten und einer neuen Welt. Klassische Banken, zu denen beispielsweise Sparkassen und Volksbanken gehören, stehen heute in direktem Wettbewert zu Direktbanken. In einem Bereich haben klassische Banken diesen Wettbewerb bereits verloren. Denn Wettlauf um attraktives Tages- und Festgeld konnten Direktbanken unlängst für sich entscheiden.

Für Verbraucher ist daher der Wechsel, von einer klassischen zu einer Direktbank, vielfach die beste Maßnahme, um attraktivere Zinsen zu erzielen. Dies gilt sowohl für Tagesgeld als auch für Festgeld.

Sicherheitsbedenken lassen zahlreiche Verbraucher jedoch bei klassischen Banken verharren. Diese Bedenken sind jedoch größtenteils unbegründet. So gelten in Deutschland weitenteils identische Auflangen und Sicherheitanforderungen für Direktbanken wie auch für klassische Banken. Etwas schwerer machen es hingegen ausländische Angebote, die es im Vorfeld auf ihre Sicherheitsstandards hin zu prüfen gilt.

Sparbücher und Tagesgeld verlieren am stärksten

Laut der Deutschen Bundesbank mussten Verbraucher, die ihre Ersparnisse auf Sparbüchern und Tagesgeld parken, den größten Zinsabfall aushalten. Während Gelder im Februar 2016 mit durchschnittlich 0,12 % verzinst wurden, lag in der Vorjahresperiode dieser Wert noch bei 0,2 %. Die Differenz entspricht einem Zinsabfall von 40 %.

Nur geringfügig besser erging es Sparern, die sich für mehrjähriges Festgeld entschieden. Sie mussten gegenüber der Vorjahresperiode auf rund 35 % verzichten.

Dabei zeigt sich erneut und deutlich, das Verhältnis zwischen klassischen Banken und Direktbanken.

durchschnittlicher Zins

deutsche Direktbanken

Tagesgeld
0,12 % 0,39 %
Festgeld (3 Jahre)
0,34 % 1,16 %

Mehr Zinsen durch sogenanntes Hopping

Damit liegen Verbraucher, trotz anhaltend niedrigem Zinsniveau, vielfach oberhalb des gegenwärtigen Inflationsniveaus. Dies stellt mit lediglich 0,28 % einen beherrschbaren Gegenspieler dar.

Wer dennoch mehr Zinsen erzielen möchte, muss nicht zwingend auf Wertpapiere umsteigen. Sie stellen, insbesondere vor dem Hintergrund massiver fiskalpolitischer Eingriffe, ein vielfach erhebliches Risiko dar.

Verbraucher können mit sogenanntem Hopping ihre Zinsen regelmäßig vervielfachen. Hierfür ist es weder notwendig höhere Risiken einzugehen, noch seine Ersparnisse über etliche Jahre festzulegen. Das Hopping findet mit Hilfe von Tagesgeld statt. Hinter dem englischen Begriff Hopping, zu Deutsch hüpfen, steckt der regelmäßige Wechsel von Tagesgeld. Er ermöglicht es Verbrauchern, die attraktiven Neukundenangebote zu nutzen, die regelmäßig oberhalb eines Prozents verzinsen. Die zeitliche Begrenzung dieser Angebote macht es jedoch notwendig, nach mitunter drei bis vier Monaten zu wechseln – also zum nächsten Neukundenangebot zu hoppen.

In Deutschland bieten die VW-Bank, Audi-Bank, Consorsbank oder ING Diba derzeit solche Neukundenangebote. Allesamt bieten Verbrauchern eine Verzinsung von einem Prozent oder mehr. Diese Verzinsung ist jedoch auf vier bis zwölf Monate begrenzt. Anschließend müssen Sparer sich mit 0,2 % bis 0,5 % zufrieden geben. Möchten sie dies nicht, sind sie gezwungen zu hoppen. Der Ablauf ist denkbar einfach. Ein Tagesgeld wird immer nur so lange genutzt, wie die Neukundenangebote gelten. Kurz vor Ende dieses Zeitraums sollte ein neues Tagesgeld abgeschlossen werden. Hierbei sollte jedoch nicht in Vergessenheit geraten, das alte Tagesgeld zu kündigen. So gelten Verbraucher nach sechs bis zwölf Monaten erneut als Neukunde.

  • erstes Tagesgeld mit Neukundenkondition abschließen
  • Geld anlegen

zwei bis vier Wochen vor Ende der Neukundenkondition

  • zweites Tagesgeld mit Neukundenkondition abschließen
  • Geld umschichten
  • erstes Tagesgeld kündigen

Aktuelle Angebote finden Sie in nachfolgendem Vergleich:

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