Zwangsversteigerung: Immobilienschnäppchen in Großstädten

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Die Immobilienpreise klettern weiter und weiter. Insbesondere Großstädte werden zusehends teurer. Kaufinteressenten suchen hier händeringend nach preiswertem Wohnraum und attraktiven Renditeobjekten. Immer mehr setzen hierbei auf die Zwangsversteigerung.

Zwangsversteigerung: Immobilienschnäppchen in Großstädten
Zahlreiche Verbraucher hoffen auf Zwangsversteigeurngen ihr Immobilienschnäppchen zu machen.

Hoffen auf Immobilienschnäppchen

Das Preisniveau für Immobilien zieht weiter an. Diese These bestätigt sich insbesondere im städtischen Raum. Während ländliche Regionen über Bevölkerungsschwund klagen und Immobilien selbst mit erheblichen Abschlägen teils kaum mehr vermarktet werden können, ist bezahlbarer Wohnraum im urbanen Umfeld knapp.

Schuld an diesem Umstand ist unter anderem das anhaltende Niedrigzinsniveau. Dies lässt Immobilien nicht nur als Anlagealternative erscheinen, es versorgt Interessenten zusätzlich mit günstigen Finanzierungskonditionen.

Auf der Suche nach finanzierbaren Immobilien hat sich das Internet mit einschlägigen Portalen zur ersten Anlaufstelle entwickelt. Am stetig steigenden Preisniveau können ImmobilienScout24, immowelt.de oder Immonet jedoch wenig ändern. Die Suche nach Alternativen hat daher unlängst begonnen. Viele Interessenten ziehen in diesem Zusammenhang früher oder später die Zwangsversteigerung in Erwägung. Hier hoffen Laien und Experten gleichermaßen auf Immobilienschnäppchen.

Zwischen Vorteilen und Nachteilen

Der Immobilienerwerb im Rahmen einer Zwangsversteigerung bietet durchaus Vorteile. So wird das Objekt im Vorfeld der Versteigerung von einem Gutachter in Augenschein genommen. Das Ergebnis können Interessenten beim zuständigen Gericht in Augenschein nehmen. Verkehrswert und etwaige Mängel liegen auf diese Weise offen.

Es empfiehlt sich dennoch, die Immobilie persönlich zu besichtigen. Hierauf haben Immobilieninteressenten jedoch keinen Rechtsanspruch. Bewohner oder Eigentümer, die eine solche Besichtigung verweigern, sollten bei der Entscheidung, ob auf ein Objekt geboten wird, zwingend berücksichtigt werden. Besteht bereits im Vorfeld des Zwangsverfahrens massive Gegenwehr, kann diese nach erteiltem Zuschlag in ein kostspieligen Räumungsverfahren münden.

Auch sollte das Grundbuch der Immobilie gewissenhaft geprüft werden. Diese finden sich in Abteilung 2 des Grundbuchs. Innerhalb des Versteigerungstermins sollten Unklarheiten über bestehendbleibende Lasten spätestens ausgeräumt werden.

Diese vorgenannten Faktoren, machen eine Zwangsversteigerung zu einem transparenten Verfahren. Dieser Transparenz steht momentan jedoch ein erheblicher Nachteil gegenüber.

Denn wer erwartet, im Rahmen einer Zwangsversteigerung ein urbanes Immobilienschnäppchen zu machen, wird oft enttäuscht. Die ermittelten Verkehrswerte werden regelmäßig und deutlich überboten. Dies lässt die Zwangsversteigerung mitunter zu einer kostspieligen Alternative für Immobilieninteressenten werden. Vor dem Besuch eines solchen Zwangsversteigerung sollten Besucher daher klare Obergrenzen für ihre Gebote definieren, um nicht in ein Bieterfieber zu verfallen.

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